Mittwoch, 28. November 2012

Aufbrechen ist die Bewegung des Glaubens

Beim jährlichen biblischen Studientag warb die Referentin Frau Anneliese Hecht vom Katholischen Bibelwerk bei den Hauptamtlichen des Katholischen Dekanats Göppingen-Geislingen: „Wir brauchen Visionen, denn ohne Visionen verkommt das Volk“, wie es bereits im Buch der Sprüche steht.
Selbst renommierte Hirnforscher bestätigen: „Die Kraft der inneren Bilder, die in unserem Gehirn entstehen, sind notwendig für das „Vorwärtskommen“. Nicht nur für die Kirche, gleichwohl selbige insgesamt abnimmt, sondern auch andere Gruppierungen und Gemeinschaften machen sich diesen Sachverhalt zu nutze.
Insgesamt lässt sich feststellen, so die Referentin: “Die „Graswurzelbewegung“ in der Kirche nimmt zu. Immer mehr kleine Gruppierungen entstehen und nehmen zahlenmäßig kräftig zu. „Jeder bringt seine Visionen ein, es werden Leben und Glauben geteilt“. Die weitgereiste Vertreterin des Bibelwerks bestätigt: „Es gibt viele kleine Aufbrüche. man kann es sogar jahreszeitlich deuten: „Die Knospen unter den Zweigen, wir nennen es Herbst, deuten das Neue, den Aufbruch, den Frühling, bereits an“.
In der Bibel lassen sich viele Hinweise finden, die als „Grundhaltung für uns Christen- das ständige Aufbrechen“, gelten.
Biblische Texte haben Menschen von alters her schon immer zum Aufbruch bewegt. Der erste Schritt sei jedoch das „Gottvertrauen“. Wir lernen bereits von den Urvätern und Urmüttern im Glauben, wie es gehen kann. Aufbrechen hat jedoch zwei Dimensionen, zum einem muss ich Altes zurücklassen, ich muss loslassen können, um Neues zu empfangen.
Wir Menschen brauchen auch stets eine geistige Hygiene, damit die Welt verändert werden kann. Menschen, die solche Visionen haben, setzen auf das „Gottvertrauen“, sie bilden überschaubare Gemeinschaften und letztendlich muss das Volk Gottes die Verantwortung selbst übernehmen. Deshalb ist Frau Hecht abschließend überzeugt: „Wir müssen mündige Christen heranbilden, wir können die Probleme nicht den Anderen überlassen und abschieben - denn schließlich und endlich sind es wir selbst „das auserwählte Volk Gottes, hierzu brauchen wir aber mehr Zeit für Gott.“

Felix Müller, Dekanatsreferent


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