Liebe Kolleginnen und Kollegen,
ein herzlicher Gruß an Euch an diesem Tag des 1. Mai, dem Tag der Solidarität und der Arbeit, ein herzlicher Gruß von der Katholischen Kirche, dem netzwerk arbeitswelt als Nachfolger der Betriebsseelsorge, der Katholischen Arbeitnehmerbewegung KAB und der Evangelischen Kirche.
Und wir sagen Euch als katholische Kirche die Solidarität zu im Kampf um die Soziale Gerechtigkeit. Und Euer Motto und Forderung nach Gerechten Löhnen und sozialer Sicherheit passt zwingend in diese Zeit. Denn obwohl Teile der Wirtschaft boomen und Arbeitslosenzahlen zurückgehen, spaltet sich der Arbeitsmarkt immer mehr: Die Zahl prekärer Arbeitsverhältnisse steigt, Leiharbeit nimmt bei eingeschränkter sozialer Absicherung zu, Armut und Altersarmut greifen um sich und die Würde des Menschen ist in Gefahr. Und daran wollen wir als Kirche keinen Zweifel lassen: Der Schöpfungsauftrag und die Möglichkeiten der menschlichen Entfaltung in Arbeit und Beruf ziehen zwingend würdevolle Arbeit für alle Menschen nach sich – und das mit auskömmlichen Löhnen. Und es gehört zu unseren Grundaussagen der christlichen Religionen, dass Armut ein Skandal und Eigentum eine Verpflichtung ist. Und schon deshalb sind wir, die Kirchen und Gewerkschaften, hier Verbündete für die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit, für unbefristete Übernahme von Auszubildenden, für gute Arbeitsbedingungen und für die Einführung von Mindestlöhnen. Und wir brauchen auch deshalb starke und handlungsfähige Gewerkschaften.
Wir freuen uns heute hier auf dem Schillerplatz bei Euch zu sein, auch wieder mit einem Stand, danken für Eure wichtige Arbeit und Euer Streiten für die Gerechtigkeit, danken für den Erlös der Bewirtung an die Aktion Rückenwind und wünschen Euch eine gute Veranstaltung.

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